KULTURDENKMAL

Kreuz im Feld

Großes Holzkreuz mit Überdachung mit gebogenen Schleierbrettern und geschnitztem Corpus Christi, wohl 19. Jahrhundert.

Urkundlich werden die ältesten Kreuze in unserer Heimat im Jahre 1443 erwähnt. Der 1471 erstmals genannte Name der Feldflur „under dene crutzen“ deutet auf eine mittelalterliche Tradition der Aufstellung von Kreuzen an diesem Ort hin. Nach mündlicher Überlieferung bestand ursprünglich eine Dreiergruppe des gekreuzigten Christus inmitten der beiden Schächer. Ebenfalls nach mündlicher Überlieferung soll an der Stelle des Kreuzes ein Landmann mit seinem Pferd vom Blitz erschlagen worden sein.

Das Kreuz im Südwesten von Eschhofen wird im Grundkataster bei der Flurbeschreibung im Jahre 1721 erstmals erwähnt. Bis zur Konsolidation (Landzusammenlegung) 1913 stand es weiter westlich, 1925 wurden die Kreuzesbalken erneuert und der aus Holz geschnitzte Korpus renoviert.

Nach der letzten Landumlegung 1979 und der Einziehung des Weges stand das Kreuz mitten im Feld. Als es 1986 infolge starker Witterungsschäden umstürzte, ließ es die Familie Wagenbach mit Unterstützung der Pfarrgemeinde renovieren. Es wurde im folgenden Jahr am heutigen Ort aufgestellt, ca. 200 Meter nördlich des früheren Standortes. Am 17.09.1987 wurde es durch Pfarrer Janssen gesegnet.

Zwei Ruhebänke laden zum Verweilen ein.

Quellen:

  • Anton Jung: Unser Heimatbuch, 1974
  • Verena Fuchß: Kulturdenkmäler in Hessen – Stadt Limburg, Landesamt für Denkmalpflege Hessen, 2007
  • Arbeitskreis Heimatpflege Eschhofen e.V.

Eschhofen, im September 2026