KULTURDENKMAL
Bildstock am Weißen Steinweg
Als letztes religiöses Denkmal in und um Eschhofen wurde durch die Stiftung des damaligen Bürgermeisters Rudi Wagner im Jahre 1953 der Bildstock mit der Lourdes-Madonna unterhalb des Kippels am Börnchen über der alten Ziegelei (Ringofen) errichtet und am 13.09.1953 eingeweiht.
Rudi Wagner war von 1946 bis 1970 Bürgermeister der damals noch selbständigen Gemeinde Eschhofen.
Die Madonna von Lourdes ist leicht von den anderen Marienbildern zu unterscheiden, ist sie doch meist in oder an einer Grotte abgebildet.
In einer Felsenhöhle in den Pyrenäen soll die Gottesmutter Maria im Jahr 1858 einer jungen Frau, Bernadette von Soubirous, die inzwischen heiliggesprochen wurde, erschienen sein. Die Grotte liegt auf einem Hügel in Massabielle bei Lourdes in Südfrankreich und hat sogar eine eigene Quelle, die als besondere Heilquelle verehrt wird. Später wurden in der Volksfrömmigkeit solche „Lourdes-Grotten“ nachgebaut und in Kirchen, Klöstern oder Fluren zur Verehrung Mariens aufgestellt.
Die Madonna aus Lourdes ist meist in einem einfachen, weißen Kleid abgebildet und trägt darüber einen schlichten, bodenlangen weißen Mantel. Um ihr Kleid hat sie ein blaues Band oder einen blauen Gürtel gebunden. Dieser soll auf ihre Schwangerschaft mit Jesus hinweisen. Oft ist diese Marienfigur mit einem Rosenkranz dargestellt. Der Sockel, auf dem sie steht, ist mit Rosen verziert. Die Rose ist ein christlich gedeutetes Symbol für Maria. Auch die Madonna von Lourdes wird als junge, dunkelhaarige Frau dargestellt. Ihre Hände sind zum Gebet gefaltet. Auf dem Kopf trägt diese Maria einen Schein oder einen Kranz aus zwölf Sternen. Manchmal wird sie auch mit einer Krone abgebildet.
In ihren Visionen stellte sich diese Madonna aus Lourdes dem Seherkind als „Unbefleckte Empfängnis“ vor.
Quellen:
- Anton Jung: Unser Heimatbuch, 1974
- Wikipedia: Die Lourdes-Madonna
- Arbeitskreis Heimatpflege Eschhofen e.V., Eschhofen, im August 2026
