Exponat des Monats Dezember 2025

Beschreibung des Kürfürstlich-Trierischen Amts Limburg verfasst im Jahre 1790 von Amtmann Lamboy

  • „Mühlen…leidet wegen seiner flachen Lage bei Austritt der Lahn und der Emsbach oft großen Schaden; um diesen zu verhindern, war schon oft ein Vorschlag das Örtchen mit dem ganz nahe gelegenen Eschhofen zu vereinbaren, allein das Projekt ist nicht ausgeführt worden.
    Es ist das kleinste Dorf des Amtes, hat 20 Bürger, einen Beisaß, 128 Seelen, 19 Häuser, sodann 4 Scheunen und 18 Ställe.
    Die Bewohner sind nicht bemittelt, vier sind nur Bauersleute, 17 ernähren sich teils mit Taglohn teils mit Musik, und handeln mit Federvieh nach Mainz, Koblenz und in die Bäder. Ursache dieser Armut der Mühlener ist, weil die angrenzenden Eschhöfer, Dehrner und Lindenholzhäuser die meisten Grundstücke der Mühlener Gemarkung besitzen, welche in 298 Morgen Ackerland, 117 Morgen Wiesen und einem kleinen Wäldchen von 10 Morgen besteht….Sie haben 500 Taler gemeine Schulden, und ihre Schafweide auf 6 Jahre um 325 Taler verpachtet, welches Geld aber zum Schulbau verwendet worden.“

Anmerkende Erklärung:
 – Der Zusammenschluss der beiden selbstständigen Gemeinden Mühlen und Eschhofen erfolgte am 01.04.1938.
 – Bürger = waren Einwohner mit besonderen Bürgerrechten, das heißt Privilegien und Besitz.
 – Beisaß = Bürger mit eingeschränkten Bürgerrechten. Beisassen waren ursprünglich die niedrigste soziale Schicht eines Dorfes und in der Gemeinde nur geduldet.
 – Seelen = bezieht sich in der Umgangssprache auf die Anzahl der Menschen in einem Ort. Der Begriff wird hauptsächlich für kleinere Gemeinden verwendet und kann manchmal leicht herablassend gemeint sein.

Aktuelle Hinweise

2. Eschhöfer Krippenweg entlang des Emsbaches und in der St. Anna-Kapelle Mühlen vom 20.12.25 bis zum 06.01.2026

Inspiriert vom Krippenweg in Horressen-Montabaur hatte der „Arbeitskreis Heimatpflege Eschhofen e.V.“ auch in der Gemarkung Eschhofen in der letzten Weihnachtszeit einen Krippenweg entlang des Emsbaches sowie in der St. Anna-Kapelle Mühlen aufgebaut. Bei einer Wanderung durch die Natur und dem Betrachten der 40 Krippen in der freien Landschaft und der Kapelle, die zudem in der Dunkelheit noch beleuchtet waren, war die Darstellung der Weihnachtsgeschichte besonders für Kinder, aber auch für alle Generationen eine schöne, emotionale und inspirierende Sache. Aufgrund der guten Resonanz der Besucher des Krippenweges soll dieser auch wieder ab dem 4. Advent (20.12.25) aufgebaut werden. Aktuell werden die vorhandenen Krippen ausgebessert und für den neuen Weg vorbereitet.

Weitere Informationen zum Krippenweg 2025/2026, wie die neue Strecke, Zeiten für den Glühweinausschank, usw. findet ihr >>> hier <<<

Für eine Erweiterung bittet der „Arbeitskreis Heimatpflege“ um Unterstützung. Wer Krippenfiguren, gleich welcher Art, ob aus Holz, Keramik, Kunststoff oder Stein, und/oder Krippen selbst nicht mehr nutzt und sie für den Krippenweg zur Verfügung stellen möchte, kann sich gerne bei Gerd Stillger (74315) melden. Fragen Sie bitte auch im Verwandten-, Bekannten- und Freundeskreis nach, um mögliche Krippen und Krippenfiguren dem „Arbeitskreis Heimatpflege“ anbieten zu können. Wer Interesse hat, Krippen aus alten Wurzeln, Ästen und Zweigen selbst für den Krippenweg zu bauen, kann sich gerne ebenfalls melden.

In eigener Sache:
Der „Arbeitskreis Heimatpflege Eschhofen e.V.“ sammelt u.a. auch historische Gegenstände aus dem Haushalt. Wer solche Gegenstände besitzt und sie gerne erhalten und der Allgemeinheit präsentierte möchte, kann sie dem „Arbeitskreis Heimatpflege Eschhofen e.V.“ zur Verfügung stellen.