KULTURDENKMAL
Bildstock "Kapellchen" im Feld
Großer Bildstock mit rundbogiger Nische und verschiefertem Zeltdach. Er wurde an einem Feldweg südlich des heutigen Standortes von Margarete Ries (aus der Gastwirtschaft „Zum Paradies“) im Jahre 1865 errichtet. Sie war Vorbeterin bei den Prozessionen und unter dem Namen „Waanepetersch Gritt“ bekannt.
Das Kapellchen stand früher unter einer Linde am Weg, dann nach einer Feldumlegung 1913 mitten im Feld und war dort bei schlechtem Wetter und bestelltem Feld nicht zugänglich. 1980 ließen es die Eheleute Josef und Gertrud Weimer durch ihren Sohn Georg Weimer abtragen und nördlich des früheren Standortes neu errichten. Gertrud Weimer, geb. Brötz, ist eine Verwandte der früheren Stifterin Margarete Ries. Die befestigte Fläche vor dem „Kapellchen“ war Teil des alten Bildstockes. In den 1990er Jahren erfolgte eine neue Schieferdeckung.
Von der Ruhebank hat man einen schönen Blick über die ICE-Brücke in den Westerwald.
Eine Restaurierung des Bildstockes erfolgte schon mehrfach, zuletzt 2026.
Quellen:
- Anton Jung: Unser Heimatbuch, 1974
- Verena Fuchß: Kulturdenkmäler in Hessen – Stadt Limburg, Landesamt für Denkmalpflege Hessen, 2007
- Arbeitskreis Heimatpflege Eschhofen e.V.
Eschhofen, im September 2026
