Bildstock im Mühlener Wald
Als am 19.09.1944 die ersten Bomben auf Eschhofen fielen, ohne dass Menschen zu Schaden kamen, beschloss eine weibliche Jugendgruppe (bestehend aus Elisabeth Jung, geb. Königstein; Elfriede Schmidt; Else Schmitt; Cäcilia Düx, geb. Schmitt), täglich am Bildstock am Wald im Eschhöfer Feld zu beten, damit Eschhofen vor der Vernichtung verschont bliebe. Ihr Gelöbnis, in entgegengesetzter Richtung einen neuen Bildstock zu errichten, wenn ihr Gebet erhört würde, lösten sie 1948 ein.
An dem Weg, der entlang des Mühlener Waldes zu den alten Sandgruben führt, soll der Bildstock mit dem Schönstätter Marienbild an die schweren Kriegszeiten erinnern. Der Bildstock wurde schon zweimal versetzt. Das Holz kam von Theodor Speth, geschnitzt wurde der Bildstock in Vallendar.
2022 wurde der Bildstock abgeschliffen, neu gestrichen und ebenso das Dach erneuert. Zwei Bänke laden zum Ruhen und Genießen des Blickes über das Lahntal auf die St.-Lubentius-Basilika Dietkirchen ein.
Quellen:
- Anton Jung: Unser Heimatbuch, 1974
- Anton Jung: 700 Jahre Mühlen, 1992
- Arbeitskreis Heimatpflege Eschhofen e.V, Eschhofen-Mühlen, im Februar 2026
